Jahresbericht 2009


Erst vor wenigen Wochen sind wir wieder gesund von unserem letzten Hilfseinsatz in Afrika zurückgekehrt. Wir sind überglücklich, dass wir so viel erreichen konnten, wenngleich die durch Klimaverschiebung und Trockenheit dort herrschende, grosse Hungersnot uns vor viele neue Probleme gestellt hat.

Zuerst allerdings einmal der Bericht über unsere Tätigkeit und Aktivitäten im Jahre 2009. Bei zwei mehrwöchigen, sehr anstrengenden Einsätzen konnten wir uns von der guten Arbeit unserer Mitarbeiter und dem grossartigen Erfolg unserer Projekte überzeugen. Neben medizinischer Versorgung war unser Hauptproblem im vergangenen Jahr die schreckliche Dürre im ganzen Osten Afrikas, die zu einem fast kompletten Ausfall der Ernten geführt hat. Tausende von Maasai- und anderen Stämmen haben fast ihren ganzen Viehbestand verloren und sind in ihrer Existenz ernsthaft bedroht. So galt unsere erste Sorge dem Auftreiben und Kaufen von Nahrungsmitteln, sowie deren Verteilung, wobei uns natürlich die rasch steigenden Preise stets aufs Neue überraschten. Trotzdem konnten wir in Zusammenarbeit mit dem Dream Projekt eine grosse Menge an Nahrung spenden, die es vor allem ermöglichte, hungernde Aidskranke in einen besseren Gesundheitszustand zu bringen und damit bessere Behandlungsmöglichkeiten für sie zu schaffen. Durch den Kauf von vielen Wasserfiltern konnten auch unreine Wasserquellen zum Trinken genutzt und Keime sowie Schadstoffe ausgefiltert werden.

Auch im vergangenen Jahr wurden wieder über 300 Kinder der Pentrose Schule im Slum mit einer kostenlosen Schulspeisung (wenigstens einer warmen Mahlzeit pro Tag) versorgt, da die oft arbeitslosen Eltern für sie keine Nahrung hatten. Auch in der Maasaisteppe Tansania’s waren mehr als 800 Schüler auf unsere Nahrungsspende angewiesen. Die ständig steigenden Preise für Kraftstoffe machten es zudem erforderlich, dass wir uns bei der Umstellung der Wasserpumpen von Diesel- auf Solarbetrieb finanziell sehr stark beteiligten.

Begeistert haben wir unser neues Haus für den Upendo - Kindergarten in Shauri- yako (Slum der Hoffnungslosen) eingeweiht, das nun bis zu 60 Kindern ein friedvolles Zuhause mit Platz zum Spielen und Lernen bietet. Die Kleinen sind dort überaus glücklich. afrika

Endlich konnte auch der grosse Neubau eines Day.- Care Centers in Bombolulu fertiggestellt und eröffnet werden, der nun vielen körperlich behinderten Kindern tagsüber die Möglichkeit zur fachgerechten Behandlung, sowie zum Ruhen und Spielen unter Betreuung bietet, wodurch die oft bis zur Grenze ihrer Leistungsfähigkeit strapazierten Mütter entlastet wurden und wieder einer Arbeit nachgehen können.afrika

All diese Erfolge waren nur durch Ihre stete, treue Unterstützung möglich, wofür wir unseren langjährigen Freunden und Helfern – auch im Namen der afrikanischen Kinder- wieder sehr herzlich danken möchten. Bleiben Sie gesund und unserer Arbeit gewogen!

Ihr

Prof. Dr. W. Heiss