Jahresbericht 2008


Liebe Freunde der afrikanischen Kinder,


natürlich wollen wir Ihnen auch zum Abschluss des Jahres 2008 berichten, was wir im vergangenen Jahr geleistet und wie sich unsere Projekte in Afrika entwickelt haben.

Bedauerlicherweise begann 2008 sofort mit durch die Präsidentenwahl ausgelösten Unruhen, die für Hunderttausende mit Vertreibung und Flucht, für viele sogar mit dem Tod endeten. Unsere großen Projekte, wie Waisenheime, Schulen und Krankenhäuser blieben erfreulicherweise unzerstört, da die ganze Bevölkerung bei deren Aufbau mitgeholfen hatte, jedoch mussten wir ganz schnell und unbürokratisch Decken, Unterkunft und Nahrung für die Flüchtlinge bereitzustellen. Dann konnten wir daran denken, die vielen mit Kleinkrediten aufgebauten Betriebe nach der Zerstörung wieder aufzubauen, um den Menschen wieder eine neue Lebensgrundlage zu geben. Dies ist uns mit großem Erfolg geglückt.

Natürlich haben wir auch im vergangenen Jahr unseren Kampf gegen Hunger, Malaria und Aids fortgesetzt und zusätzlich wieder einige Krankenhäuser mit Medikamentenlieferungen unterstützen können. Sorgen bereiten uns jedoch die rapide wachsenden Schülerzahlen und die extrem steigenden Preise für die kostenlosen Schulspeisungen an unseren Schulen im Maasailand und den Slumgebieten.

Der Neubau unseres Waisenhauses in der Maasaisteppe macht gute Fortschritte, obwohl jeder einzelne Stein, Balken oder Zementsack im fast unwegsamen Gelände über 200 km mühsam herangefahren werden muss.

Für die Schwerbehinderten wurde wieder eine beträchtliche Anzahl von Rollstühlen und Gehhilfen finanziert, womit die Einen beim Bau derselben Arbeit und Brot, die Anderen neue Hoffnung und Mobilität finden konnten. Darüber hinaus wurden auch hier viele Kleinkredite zur Existenzsicherung notwendig.

Unsere Slumschule an der Küste hat sich weiterhin sehr gut entwickelt. Die Schülerzahl hat sich nun

fast verdoppelt. Auch die alten, verfallenen Toiletten bedurften dringend eines Neubaus. Ein junger Mann, dem wir eine Lehrerausbildung finanziert haben, hat diese mittlerweile erfolgreich abgeschlossen und kann nun den Lehrkörper mit frischen Kräften unterstützen. Die größte Sensation für die Kinder war jedoch die Übergabe zweier kompletter Sets von Fußballkleidung für die Jungen und Mädchen, die sofort bei einem Spiel eingeweiht wurden und seither den ganzen Stolz der Kinder (und der Schule) darstellen.

Im Oktober/ November hat meine Frau wieder mit unendlicher Mühe eine große Ausstellung Ihrer Gemälde in der Trierer TUFA zusammengestellt, deren Verkaufserlös uneingeschränkt der Finanzierung unserer Projekte zu Gute gekommen ist, denn bei den steigenden Preisen wird es immer schwieriger unsere vielen Projekte in den unterschiedlichsten Gebieten zu finanzieren.


So sind wir für Ihre treue Unterstützung während des vergangenen Jahres außerordentlich dankbar, denn nur dadurch konnten wir so vielen Menschen helfen, Ihnen neue Hoffnung und Lebenschancen geben.

Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen




gez. Prof. Dr. Heiss