Jahresbericht 2007


Liebe Freunde der afrikanischen Kinder,

voller Stolz können wir auch im vergangenen Jahr 2007 wieder auf große Erfolge unserer Hilfseinsätze in Afrika zurückblicken, über die wir Ihnen nachfolgend kurz berichten wollen.

Unser Sorgenkind des letzten Jahres, die Pentrose Community School im Slum von Bombolulu/Nyali ist nun zusammen mit einem Lehrerhaus und Kindergarten endgültig fertig gestellt. Die Gebäude sind eingerichtet und mit hübschen Farben dekoriert. Dank des großen Engagements von Schülern und Lehrern ist die Schule nun staatlich anerkannt und konnte 2007 erstmals an den zentralen Prüfungen des Landes teilnehmen. Sie hat mit einem sehr guten Platz in der Spitzengruppe gegenüber allen Kenianischen Schulen abgeschlossen. Dank der neuen Wasserleitung und des Kochhauses konnte den Schülern nun über das ganze Jahr hinweg eine von uns finanzierte, freie Schulspeisung geboten werden, die die Leistungen der Schüler, leider auch die Schülerzahl immens verstärkt hat.

In der Behindertenwerkstatt in Kisii ist nun auch der vierte Bauabschnitt erfolgreich abgeschlossen. Die Leute dort genießen sehr, dass sie nun zum Anpassen oder Ausbessern von Prothesen nicht mehr die beschwerliche, tagelange Reise nach Nairobi unternehmen müssen. Auch der Neubau einer Behindertenwerkstatt in Kisumu ist nun fertig gestellt. Zusätzlich wurden die Behindertenwerkstätten des Landes von uns mit einer Spende von 40 Rollstühlen unterstützt, welche neben Mobilität für Gelähmte auch vielen Behinderten Arbeit und Lohn brachten.

Das Waisenhaus für Straßenkinder, unsere Schule für Gehörlose, die Nähschule für Straßenmädchen, die Kleinkredite zur Existenzgründung und das Dream Zentrum in Arusha von St. Egidio erfreuten sich wieder einer beträchtlichen finanziellen Unterstützung, viele Tonnen Mais gingen als Hungerhilfe in den Sudan und die Flüchtlingslager in der Gegend von Darfour.

Die neue Schule in der Maasaisteppe von Tanzania wurde eingeweiht und eine kostenlose Schulspeisung eingeführt, welche die oft ohne Frühstück erscheinenden Kinder sehr viel aufnahmefähiger machte. Entsetzt mussten wir allerdings bei unserem letzten Besuch feststellen, dass Kinder, deren Eltern zu arm waren um ihnen ein Essgeschirr oder wenigstens eine Blechbüchse zu geben, aus technischen Gründen von der Schulspeisung ausgeschlossen waren. Rasch haben wir daher mehrere hundert Becher besorgt und ins Maasailand verbracht, um diesen Übelstand abzuhelfen.



Wir sind glücklich, dass wir im vergangenen Jahr nicht zuletzt auch durch Ihre Spenden und tatkräftige Unterstützung wieder neben medizinischer Behandlung sehr vielen Kindern tatkräftig helfen und somit ihr oft schweres Schicksal erleichtern konnten.



Prof. Dr. W. Heiss