Tätigkeitsbericht 2005

Wieder einmal ist ein Jahr in rasender Eile vergangen und schon darf ich Ihnen wieder über unsere Projekte in Afrika und die dort während des Jahres 2005 geleistete Arbeit berichten, denn schließlich wollen Sie ja wissen, was wir mit Ihren Spenden alles bewirken konnten.
Mit den im vergangenen Jahr erzielten Erfolgen sind wir mehr als zufrieden, denn es hat sich gezeigt, dass unsere mühsam herangezogenen Mitarbeiter die ihnen zufallenden Arbeiten mit großem Eifer und zu unserer vollen Zufriedenheit erledigen können. Wir haben uns diesmal besonders der Bekämpfung von Aids in den entlegenen Gebieten gewidmet. Unser Anliegen galt vor allem dem Bemühen durch kostenlose Abgabe von wirksamen Medikamentenkombinationen die Infektion von Neugeborenen vor und während der Geburt zu verhindern, wobei uns auch unser Sohn, der ebenfalls Arzt ist, vor Ort sehr wirksam unterstützt hat.

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Weiter wurde verschiedenen Krankenhäusern, u. a. in Iringa, Mombasa und North Horr, durch Lieferung des Jahresbedarfs an Medikamenten entscheidend geholfen. Mehrere Dutzend Kinder konnten durch Schulstipendien ihre Ausbildung in Grundschulen, Gymnasien oder verschiedenen Berufen fortsetzen. 7 neu aufgenommene Schulprojekte konnten wir je nach Bedarf um 1 - 2 Klassenräume erweitern. An anderen, bestehenden Schulen wurden notwendige Reparaturarbeiten und Verbesserungen finanziert.

Das Programm einer Schneiderinnenlehre für kleine Straßenmädchen läuft erfolgreich weiter, sodass wir in Bombulu ein weiteres Zentrum aufbauen konnten.

Da sich durch die wieder einmal ausgebliebenen Regenfälle eine neue Hungerkatastrophe abzuzeichnen beginnt, haben wir durch rechtzeitige Zukäufe von Lebensmitteln (Bohnen, Mais und Hirse) die Schulspeisung in den Maasaigebieten sicherstellen können, denn dies ist oft die einzige Nahrung, welche die Kinder am Tag erhalten. Zusätzlich gaben wir noch 4.000 Euro für die dringend benötigte Hungerhilfe im Sudan aus, denn bedauerlicherweise will man hierzulande diese unendliche Not dort einfach nicht zur Kenntnis nehmen.

Unser Kindergarten in Bombolulu ist nun ganz fertig gestellt. Nachdem wir nun auch noch die erforderlichen Möbel, Spielzeuge und Lehrmaterialien besorgen konnten, soll er in wenigen Wochen eingeweiht werden.

Die Behindertenwerkstatt in Kisii leistet eine ausgezeichnete Arbeit und ist von der Bevölkerung so gut angenommen worden, dass wir mittlerweile schon den dritten Erweiterungsbau mit einer weiteren Werkstatt, einem Gipsraum und Lagerräumen anschließen mussten. Die neue Werkstatt für Kisumu steht ebenfalls kurz vor der Vollendung, Das gleiche gilt für das Day Care Center in Mombasa. All diese großartigen Erfolge, welche für die Armen in Afrika große Erleichterung und Fortschritte bringen, sind neben den Gemäldeverkäufen meiner Frau nur durch Ihre stetigen und großzügigen Spenden möglich geworden. Dafür danken wir Ihnen - auch im Namen all dieser Menschen- sehr herzlich. Auch im Neuen Jahr sehen wir uns wieder mit einer Fülle von Notwendigkeiten konfrontiert, die wir bald wieder tatkräftig in Angriff nehmen wollen.