Tätigkeitsbericht 2001

Bevor ich Ihnen wie gewohnt über unsere Tätigkeit im vergangenen Jahr 2001 berichte, möchte ich all unseren Spendern ganz besonders herzlich danken. Nur durch Ihre großzügige Unterstützung war es uns möglich, wieder viele Projekte erfolgreich abzuschließen. Vor allem Dank der großzügigen Spende des Rotary Club Trier konnten wir zusätzlich neue Projekte in Angriff nehmen, über die wir nach Fertigstellung im nächsten Jahr berichten werden.

afrika
Bei zwei jeweils mehrwöchigen Einsätzen in Afrika haben wir uns neben unserer medizinischen Tätigkeit vor allem um unsere Maasai in der Maasaisteppe von Tansania gekümmert. Die große Hungersnot wurde durch unsere Nahrungsspenden und erstmals wieder ergiebige Regenfälle gemildert. Unser Container ist nach vielen Schwierigkeiten wohlbehalten im Maasailand angekommen und konnte mit seinen vielen Hilfsgütern die Not weiter lindern.

Um weitere dramatische Todesfälle, wie beim Ausbruch der letzten Typhusepidemie in der entlegenen Gegend von Kitwai zu verhindern, haben wir dort eine Verteilungsstation für Medikamente und ein Gebärzimmer mit medizinischer Betreuung eingerichtet. Die Gemeinde hat uns dabei durch Überlassung von stark renovierungsbedürftigen Räumlichkeiten unterstützt. Die Mütter müssen nun nicht mehr wie bisher 38 km zur nächsten Medizinstation laufen und mit den Hyänen um ihre Kinder kämpfen. Außerdem wurden für die Schule in Namalulu zwei neue Klassenräume und ein Kochplatz für die Schulspeisung errichtet. Der Etat für Schulnahrung wurde an verschiedenen Orten wieder aufgefüllt. In Lomerige wird eine neue Schule gebaut, damit die Kinder nicht bereits im Morgengrauen 3 Stunden zur nächsten Schule unterwegs sein müssen. Ein neuer Brunnen ist in Arbeit. Der Motor für das Mahlwerk unserer Frauengruppe wurde generalüberholt und arbeitet wieder gut. Auch die anderen Frauengruppen kommen immer mehr in die Selbständigkeit.

Auch von unseren Schulen an der Küste Kenias ist Erfreuliches zu berichten. Die Mnazi Moja Schule in Bombolulu konnte durch Kauf eines Grundstückes um 4 Klassenräume erweitert werden. Die anderen, sehr beengten und schlecht ventilierten Klassenräume wurden saniert, worüber Lehrer und Kinder sehr glücklich sind. Insgesamt kann die Schule nun 550 Kinder unterrichten. Sie wurde mit einer großen Feier unter Anwesenheit der Eltern und Gemeindeältesten feierlich eingeweiht. Neue Toiletten sind im Bau. Die Mwokoeni Schule sucht noch immer nach einem Grundstück zur Erweiterung, konnte jedoch vorübergehend ein Haus mit zwei Klassenräumen anmieten.

Der Neubau für den achten Klassenraum der Victoria Schule ist fertiggestellt. Zusätzlich konnte eine neue Nursery school (Vorschule) mit 2 Räumen erbaut werden. Die Uvileni Schule der Muuni wird durch ein Polytechnikum erweitert, damit die Kinder dort nach Schulschluß praktische Fähigkeiten für ihr späteres Leben erlernen können, wie Schreinerei, Mauern, Holzarbeiten für die Jungen, und Nähen, Batiken, Beadwork etc. für die Mädchen.

An den Schulen von Ilngarooj, Wilvia, Kemuka und Machakos wurden zahlreiche Schulplätze, besonders für Mädchen, ganz oder teilweise bezahlt. Ausbildung gerade für Mädchen ist in Afrika besonders wichtig.

Wir freuen uns immer wieder ganz besonders unsere ehemaligen Strassenkinder zu besuchen Sie lernen sehr engagiert und es ist immer wieder eine Freude ihr glückliches Heranwachsen zu sehen. Wir konnten sie mit weiteren Musikinstrumenten, Sportgeräten, Fußbällen etc. unterstützen.

Wieder hat eine Gruppe unserer ehemaligen Straßenmädchen bei VOWRI ihre dreijährige Schneiderinnenausbildung mit Diplom erfolgreich abgeschlossen Alle Mädchen haben nun eine Anstellung oder konnten ein eigenes Geschäft eröffnen, das mit Kleindarlehen unterstützt wurde. So gehen sie jetzt einer guten Zukunft entgegen.

Unser besonderes Augenmerk galt diesmal den körperlich behinderten Kindern. Neben der Finanzierung von weiteren Rollstühlen, die von Behinderten für Behinderte gebaut werden, planen wir Häuser der Begegnung an verschiedenen Stellen in den Slums von Nairobi. Hier sollen sich die Mütter behinderter Kinder treffen und in der Betreuung ihrer Kinder ablösen können. Gleichzeitig sollen die Kinder hier physiotherapeutisch und medikamentös behandelt und die Eltern in physiotherapeutischen Maßnahmen unterrichtet werden. Hierzu müssen die noch provisorischen Räumlichkeiten durch feste Bauten ersetzt werden.

Auch in der Behindertenschule von Machakos konnten wir mehrere Werkstätten einrichten und mit Material ausstatten, damit die Kinder hier neben der Schulzeit praktische Fähigkeiten für ihr späteres Leben erwerben können. (Schreinerei, Schlosserei, Lederarbeiten, Holz- und Steinschnitzerei, Nähen, Schmuckherstellung, Batikarbeiten, Stoffdruckerei etc.). Außerdem wurde für Sport und Spielmöglichkeiten gesorgt. Ein neuer Kindergarten ist im Bau um die Kinder schon frühzeitig an die Rehablitationsmöglichkeiten heranzuführen.

Die ungeheuren Strapazen unserer Tätigkeit bei den weit verstreuten Projekten in Afrika haben wir gerne auf uns genommen.. Wir konnten das Leben für sehr viele Kinder, gerade in den am meisten abgelegenen Gebieten, entscheidend verbessern. Ihr strahlendes Lächeln hat uns für all unsere Mühen belohnt.