Tätigkeitsbericht 1998

Das vergangene Jahr hat uns bei 3 Einsätzen in Ostafrika wieder sehr viel Streß, aber auch Freude gebracht, denn wir konnten sehen, daß unsere Mühen von Erfolg gekrönt waren. Unendlich vielen Menschen konnte geholfen werden. Außer der medizinischen Betreuung und finanziellen Unterstützung sehen sie nun voller Hoffnung neuen Zukunftsperspektiven entgegen.

afrika
Penninah in Isinya hat mit ihrer Frauengruppe (120 Frauen) die mitgebrachten Glasperlen sehr fleißig zu landestypischen Schmuckstücken verarbeitet. Jetzt ist mit unserer Hilfe ein Kiosk an der Straße zum Amboseli Park im Bau und alle hoffen auf einen guten Verkauf an Touristen. Der Erlös soll einer Gruppe von verstoßenen Maasaimädchen den weiteren Schulbesuch ermöglichen, denn ohne Abschluß haben sie keine Chancen für die Zukunft.

Unsere Straßenkinder in Nairobi und Kiserian lernen fleißig für die Schule. Sie haben sich grundlegend verändert und sind überglücklich dem grausamen Leben auf der Straße entronnen zu sein.

Von den früheren Straßenmädchen der K-VWORI haben die ersten nach zweijähriger Lehre ihr staatl. Diplom als Schneiderinnen erfolgreich abgelegt und eine Anstellung gefunden. Noch viele kleine Mädchen, die sich zum Überleben oft nur für wenige Pfennige verkaufen müssen, warten sehnsüchtig auf einen frei werdenden Ausbildungs- oder Schulplatz.

Die Schule für taube Kinder in Machakos hat dank unserer Unterstützung ebenfalls wesentliche Verbesserungen erreicht. Die zwei gekauften Kühe haben sich nun vermehrt. (ein Kalb ist leider verstorben). Durch die Milch und eine erfolgreiche Hühnerzucht sind die Kinder jetzt viel besser ernährt. Sie genießen eine zusätzliche Ausbildung als Schreiner und Schneiderinnen, welche ihre Zukunftschancen verbessern. Ihre Handarbeiten verkaufen sich gut. Die neu gegründete Tanzgruppe der Schule konnte schon viele Auszeichnungen erringen.

Die Behindertenwerkstätten in Bombolulu und die Port Reitz Klinik in Mombasa sind durch die verheerenden El Nino- Regenfälle zu Beginn des vergangenen Jahres sehr stark betroffen worden. Die Werkstätten waren bis zu 2 m hoch überschwemmt, viele Maschinen und Vorräte zerstört. Durch den Rückgang des Tourismus kämpfen diese Einrichtungen ernsthaft um ihr Überleben. Wir konnten durch Geld zur Fabrikation von Rollstühlen und Medikamentenlieferungen für die Klinik erheblich zur Wiederaufnahme der Arbeit beitragen.